Besorgnis nach Putsch in Guinea-Bissau

Die wichtigste Nachricht vorweg: Alle Patenkinder in unseren Projekten in Guinea-Bissau sind wohlauf. Es geht ihnen gut, soweit es die Situation zulässt. Und die ist mehr als angespannt, seit das Militär am 12. April die Macht in dem armen westafrikanischen Land an sich riss. Mit einem Generalstreik soll die Junta zur Aufgabe gezwungen werden. Bis zur Wiederherstellung der Demokratie will die Bevölkerung die Arbeit niedergelegen.

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„Wir leben in einer angespannten Situation“, schreibt uns Maritza Alvarez. Sie betreut die Kinder des Waisenhauses „Casa Emanuel“, dass von ORA International Schweiz in der Hauptstadt Bissau unterstützt wird. „Die Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt. Doch sie können die schlimmen Dinge nicht erfassen oder gar verstehen. Stattdessen möchten sie einen Ausflug zum Fluss unternehmen, wenn sie schon nicht in die Schule gehen können. Ihre Unschuld, ihre Liebe und ihre Furchtlosigkeit machen auch uns in diesen Tagen Mut.“

Drogen haben Guinea-Bissau im Griff
Drogen spielen eine Hauptrolle in den Ereignissen in Guinea-Bissau. Carlos Gomes, Favorit bei den Präsidentschaftswahlen, die eigentlich Ende April in den zweiten, entscheidenden Wahlgang gehen sollten, wollte die Drogenmafia bekämpfen. Sie nutzt Guinea-Bissau als Umschlagplatz. Teile der Armee wollten diesen Kampf offenbar verhindern. In den USA wird vermutet, dass ranghohe Militärs mit den Verbrechern gemeinsame Sache machen.

An einem starken Staat, der seine Bevölkerung schützen und versorgen kann, haben diese Soldaten kein Interesse. Vielmehr ist ihnen daran gelegen, dass insbesondere die Inseln vor der Küste Guinea-Bissaus wirksamer staatlicher Kontrolle entzogen bleiben. Hier werden die Boote der Drogenhändler beladen. Hier betreibt ORA International aber auch mehrere Schulen.

Zuversicht trotz Not
Hunderte Patenkinder leben auf den Inseln vor Guinea-Bissaus Küste. Von unseren Mitarbeitern hören wir, dass sie wohlauf sind. Der Kontakt zu den ohnehin unzugänglichen Inseln aber ist noch einmal schwieriger geworden.

„So froh wir sind, mit unseren Projekten und dem Patenschaftsprogramm ausgerechnet auf diesen Inseln den Menschen eine Perspektive bieten zu können, so schwierig ist die Situation jetzt,“ sagt ORA-Projektkoordinator Winfried Glinka, der noch im Februar Guinea-Bissau besucht hat.

Trotzdem: „Aufgeben kommt nicht in Frage. Eine Zusammenarbeit findet hier wohl immer unter Extrembedingungen statt. Umso mehr aber wird sie gebraucht.“ Glinka hofft auf eine rasche Entspannung der Situation. Denn er will sich weiter engagieren: gemeinsam mit Paten, Spendern und den Menschen in Guinea-Bissau für eine bessere Zukunft.

Hinweis für die Presse: Unser Mitarbeiter Georg Rettenbacher steht Ihnen gerne für ein Gespräch zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns unter 031 982 01 02 oder mit Ihrer E-Mail an g.rettenbacher@ora-international.ch.

Unterstützen Sie die Kinder Guinea-Bissaus:

> Übernehmen Sie eine Patenschaft!
> Fordern Sie einen vorbereiteten Einzahlungsschein
unter 031 982 01 02 oder per E-Mail an!
> Spenden Sie über unsere Homepage!
> Oder spenden Sie mit dem Verweis „Guinea-Bissau“

direkt auf unser Spendenkonto PC 30-19969-6!

Vielen Dank!

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