Burma: 77’000 Mädchen und Buben als Soldaten missbraucht

Kinder werden zu Soldaten gedrillt, jeglicher Widerstand wird mit brutaler Gewalt gebrochen

Kinder werden zu Soldaten gedrillt, jeglicher Widerstand wird mit brutaler Gewalt gebrochen

Manchmal werden sie einfach verkauft. Für eine Handvoll Dollar von den eigenen Eltern. Meistens aber kommen bewaffnete Männer in Jeeps und holen sich die Jungs, die sie brauchen. In Burma werden tausende Minderjährige in einem kalten Bürgerkrieg eingesetzt. Eine Kindheit zwischen Blut und Drogen, echten Kugeln und echtem Blut.

Hoch in den Bergen des südostasiatischen Landes Burma herrscht seit Jahrzehnten Bürgerkrieg. Ethnische Guerillatruppen kämpfen gegen die Diktatur brutaler Generäle in der Hauptstadt Rangun. 1962 ergriff eine rücksichtslos agierende Militärjunta die Macht im Vielvölkerstaat. Der Auftakt zu einem faktischen Bürgerkrieg, der sich über weite Landesteile ausdehnt und die Gesamtsituation seit langen Jahren bereits sehr unübersichtlich macht.

„Für Burma gibt es keine Hoffnung“
Es gibt aufgrund ethnischer Unterschiede keine gemeinsame Opposition, keinen organisierten Widerstand. Unzählige ethnische Minderheiten verfügen über unüberschaubar viele selbsternannte revolutionäre Armeen, von denen niemand sagen kann, wie viel Mann sie jeweils unter Waffen haben, mit wem sie koalieren oder ob sie tatsächlich existieren. Mitunter bekämpfen sich die Rebellen sogar gegenseitig, einige mussten oder wollten Waffenstillstandsabkommen mit den Machthabern in der Hauptstadt schliessen.

Andere, wie etwa Yaw Zerk, der sehr populäre Anführer der Shan State Army (SSA), kämpfen unverdrossen für Freiheit, Unabhängigkeit – und im Zweifel den Erhalt ihrer Macht. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich insbesondere die Rebellenarmeen über Drogenhandel finanzieren. Im einst grössten Schlafmohnanbaugebiet der Welt, im so genannten Goldenen Dreieck, wird noch immer reiche Ernte gemacht. Millionen Dollar für Tod bringende Waffen und blutigen Hass. Frieden ist ein schönes Wort in Europa. In Burma herrscht Krieg.

Ländergrafik Burma

Die Situation im Land scheint aussichtslos. „Für Burma gibt es keine Hoffnung“, diktierte der angesprochene Rebellenführer Yaw Zerk 2009 US-amerikanischen Journalisten in den Block, die es von Thailand aus über die grüne Grenze ins Hauptquartier der SSA-Rebellen geschafft hatten. Dass sich die geographischen Nachbarn des Landes, insbesondere Indien und China, nie in die politischen Angelegenheiten Burmas einmischen, ist ein Grund mehr für fehlende Perspektiven im Land.

Sie kaufen das, was die Militärjunta noch zu verkaufen hat, die natürlichen Ressourcen des Landes: Gas, Öl, Erz, Holz, Jade. Andere Geldquellen gibt es kaum noch. Aber die bestehenden reichen aus, um eine absurd grosse Armee zu finanzieren: Rund 430‘000 hochgerüstete Soldaten und 70‘000 paramilitärische Sondereinsatz,- Polizei- und Grenztruppen erscheinen gewaltig angesichts 48 Millionen Einwohnern ohne äussere Feinde.

Staat wie Rebellen fehlt es an Soldaten
Es braucht diese Informationen, um die Situation in Burma zu verstehen und ein Problem zu erfassen, dessen Dramatik und Tragweite im Westen gerne verschwiegen wird: Sowohl den Rebellenarmeen als auch den offiziellen Truppen der Machthaber fehlt es an freiwilligen Rekruten. Und sie haben eine Lösung gefunden, die mit „perfide“ nur unzureichend beschrieben ist.

Seit Jahren werden in den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen Kinder eingesetzt. Die Regierung kaufe Familien ihre Kinder ab oder entführe sie gewaltsam, um sie für die Armee auszubilden, bestätigte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in einem Bericht. Kinder ab dem Alter von zehn Jahren würden praktisch wie Gefangene behandelt und geschlagen. Die Organisation beruft sich auf Interviews mit früheren burmesischen Soldaten. Die überwiegende Mehrheit von ihnen habe die Zahl der Jugendlichen und Kinder unter den Rekruten auf fast ein Drittel beziffert.

Trauriger Alltag und Weltrekord: 77'000 Kindersoldaten

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Nur eine Chance
Momentan sehen wir nur eine Chance des Eingreifens: Seit einigen Monaten unterstützt Silaoh Projekte einer Partnerorganisation in Burma, deren Namen wir Ihnen auf persönliche Nachfrage gerne nennen, aus Sicherheitsgründen aber öffentlich darauf verzichten müssen. Wir erbitten Ihr Verständnis.

Wir haben die Möglichkeit, mit Hilfe dieser durchdachten, klugen Arbeit Kinder davor zu bewahren, an die Armee verkauft- oder von ihr verschleppt zu werden. Darüber hinaus werden ehemalige Kindersoldaten aufgefangen, psychologisch betreut und optimal auf ihren weiteren Lebensweg vorbereitet, trotz ihrer Vergangenheit.

Für Burma gibt es Hoffnung!
Alle angegebenen Fakten sind nachprüfbar. Mitleid mag kurzfristig wirken, aber uns ist bewusst, dass nur andauernde Hilfe Veränderung schafft. Gelingt es unseren hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern im Land, einen Kindersoldaten aus der Armee zu befreien oder auszulösen, dauert es in der Regel ein Jahr, um die Kleinen gesund zu pflegen. Sie sind unterernährt, in einem kaum vorstellbaren hygienischen Zustand und haben immense seelische Verletzungen.

Wir setzen dieses anspruchsvolle Projekt mit Hilfe von Förderschaften um – sie sind die effektivste Form der Unterstützung in Burma:
> 50 Franken monatlich garantieren einem Kind das Notwendigste aus der Krise, nämlich Mahlzeit, sauberes Wasser und Schule
> 100 Franken helfen stark traumatisierten Kindern über intensive Betreuung in die Realität zurückzufinden  zu leben
> 150 Franken pro Monat erlauben uns beides und überdies weitere Kinder freizukaufen

Wir widersprechen Rebellenführer Yaw Zerk vehement: Für Burma gibt es Hoffnung! Hoffnung für seine Kinder, die wieder spielen, lachen und zur Schule gehen sollen. So geht unser Einsatz weiter. Denn eines steht fest: Das Leid der Mädchen und Jungen in den Kasernen ist ungemindert.

Helfen Sie Burmas Kindersoldaten aus ihrem Joch:

> Übernehmen Sie eine Förderschaft!
> Fordern Sie jetzt einen vorbereiteten Einzahlungsschein
unter 031 982 01 02 oder oder per E-Mail an!
> Spenden Sie direkt und bequem online!
> Spenden Sie  mit dem Vermerk „Burma“ direkt
auf unser Postcheckkonto PC 30-19969-6

Ein burmesisches Mädchen sagt Danke für Ihre Hilfe

Ein burmesisches Mädchen sagt Danke für Ihre Hilfe



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2 Antworten zu Burma: 77’000 Mädchen und Buben als Soldaten missbraucht

  1. Celine schreibt:

    Ein sehr bewegender, sowie interessanter Text!!!

    • georg rettenbacher schreibt:

      Liebe Celine, vielen Dank für Deinen Kommentar. Er bestärkt uns für die versklavten Mädchen und Buben weiterzuarbeiten! Bitte unterstütz uns weiter, indem unsere Meldungen liest, kommentierst, weiterleitest oder gar selbst aktiv wirst. Herzlich, Georg

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