Das ORA-Altersheim in Moldawien: Warme Zuflucht im Alter

Maria Kusnikowa war eine der ersten Bewohnerinnen des ORA-Altersheims „Barmherziger Samariter“ in Straseni, einer Kleinstadt, 50 Kilometer nordwestlich der moldawischen Hauptstadt Chisinau.

Auch wenn Maria (links im Bild zusammen mit ORA-Präsident Heinrich Floreck und einer weiteren Mitbewohnerin) unter einer Knorpelkrankheit und hohem Blutdruck litt, hatte sie sich ihre Fröhlichkeit immer bewahrt. Bis zu ihrem Tod am 30. 12. 2010 verbrachte die alte Dame fast 17 glückliche Jahre im Altenheim „Barmherziger Samariter“.

Auch wenn Maria (links im Bild zusammen mit ORA-Präsident Heinrich Floreck und einer weiteren Mitbewohnerin) unter einer Knorpelkrankheit und hohem Blutdruck litt, hatte sie sich ihre Fröhlichkeit immer bewahrt. Bis zu ihrem Tod am 30. 12. 2010 verbrachte die alte Dame fast 17 glückliche Jahre im Altersheim „Barmherziger Samariter“.

Im August 1993 eröffnet, fand sie hier 1994 nach einem schweren Leben voller Entbehrungen Ruhe und Geborgenheit. So verbrachte sie ihren Lebensabend in Würde und fand zu Jesus. Im vergangenen Dezember kehrte sie in Frieden zu ihm: Im Alter von 88 Jahren verstarb sie in den Armen einer Pflegerin.

Es sind furchtbare Schicksale, die die Bewohner des Heims hinter sich haben: Sie wurden ausgestossen und nicht selten von den eigenen Verwandten geschlagen und misshandelt. Sie mussten frieren und hungern – bis zu dem Tag als sie bei uns aufgenommen wurden.

Eine Bewohnerin unseres Altenheims in MoldawienWie im Himmel
Es war herzzerreissend. Viele hatten zuvor auf der nackten Erde oder dem Fussboden übernachten müssen und nun hatten sie ein eigenes, bequemes Bett. Andere staunten ungläubig, als sie nach langer Zeit wieder einen reich gedeckten Tisch sahen und wussten nicht, wo sie zuerst zugreifen sollten: bei Brot, Käse oder Tee.

Maria sagte unserem Präsidenten Heinrich Floreck damals: „Solch eine Liebe bin ich nicht gewohnt. Ich kann mir den Himmel nicht anders vorstellen. Mein Zimmer hat helle Farben. Alles ist sauber, sogar meine Bettdecke.“

Der Schmerz der Einsamkeit
Viele der alten Menschen hätten ohne diesen Ort niemanden. Sie haben keine Angehörigen, die sich um sie kümmern könnten. Es sind die Einsamen und Alleingelassenen, die im ORA-Altersheim Zuflucht finden und um die sich unsere Mitarbeiter aufopferungsvoll kümmern.

Die Senioren leben hier mit anderen zusammen, die ähnliche Schicksale teilen. „Es ist leichter, den Schmerz der Einsamkeit zusammen zu überstehen“, sagen auch Parascovia und Vasile. Die beiden wohnen mittlerweile am längsten im Heim.

Unsere treuesten Heimbewohner: Frau Parascovia Raiu und Herr Vasile Botan.

Unsere treuesten Heimbewohner: Frau Parascovia Raiu und Herr Vasile Botan.

Parascovia war nie verheiratet und hat keine Kinder. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion hatte sie in einem landwirtschaftlichen Grossbetrieb, einer Sowchose, gearbeitet. Als diese 1991 aufgelöst wurde, blieb ihr nur eine armselige Rente. Doch
die reicht kaum zum Überleben.

Auch Vasile arbeitete sein Leben lang in der Landwirtschaft und hatte ein Zimmer in einem Wohnheim. Doch dann wurde er einfach vor die Tür gesetzt, als das Haus privatisiert wurde. An Rückenmarktuberkulose erkrankt, fehlten ihm die Kräfte, einen Prozess deswegen zu führen. Und so wäre er noch heute obdachlos, gäbe es das Altersheim in Straseni nicht. Es ist sein neues Zuhause geworden.

Versorgungskrise
Solange es besteht, ist das Altersheim ein Ort der Annahme und der Nächstenliebe. Doch die Zukunft des Heims bereitet sehr große Sorgen. Nachdem eine treue Spenderin aus
der Schweiz verstorben ist und die regelmäßige Förderung durch eine deutsche Stiftung beendet wurde, werden die finanziellen Schwierigkeiten immer grösser.

Nur 390 Franken stehen dem Heim monatlich zur Verfügung. Von diesem minimalen Budget muss alles bezahlt werden: Lebensmittel, Miete, Heizung, Hygiene und Löhne. Eigentlich sind 1’170 Franken monatlich nötig, um die alten Menschen optimal zu versorgen.

Ausserdem ist das Heim in die Jahre gekommen und müsste dringend renoviert werden. Dusche und WC befinden sich in einem schlechten Zustand, das Dach ist undicht, die Fenster sowie die Elektrik sind veraltet. Einfachste Bedingungen herrschen auch in der Küche des Heims.

Selbstlose Samariter: Andrei und Maria Adam mit ihren Kindern Gabriella und Michaela. Andrei gab seine berufliche Laufbahn als Jurist auf, um den alten Menschen zu dienen. Gemeinsam mit seiner Frau kümmert er sich neben der Verwaltung auch um die Pflege der Senioren.

Selbstlose Samariter: Andrei und Maria Adam mit ihren Kindern Gabriella und Michaela. Andrei gab seine berufliche Laufbahn als Jurist auf, um den alten Menschen zu dienen. Gemeinsam mit seiner Frau kümmert er sich neben der Verwaltung auch um die Pflege der Senioren.

Ihre Spende wird dringend benötigt für:
> Lebensmittel
> Medikamente
> Hygieneartikel
> Renovierungsarbeiten
> Transportkosten der nächsten Hilfslieferung im Oktober, die auch für das Altersheim „Barmherziger Samariter“ bestimmt ist

Geben Sie den alten Menschen von Straseni ihre Würde zurück!

Unterstützen Sie das Altersheim mit einer Förderschaft:
> Nehmen Sie einfach vollkommen unverbindlich
Kontakt mit uns auf: 031 982 01 02 oder per
E-Mail!

Wir vermitteln seit 19 Jahren Patenschaften von Mensch zu Mensch!

Helfen Sie den alten Menschen von Straseni mit einer Einmalspende:
> Spenden Sie bitte mit dem Vermerk
„Altersheim von Straseni“
auf unser Postcheckkonto PC 30-19969-6
> Gerne senden wir Ihnen einen Eizahlungschein.
Rufen Sie an (031 982 01 02) oder schreiben Sie uns eine E-Mail!

Vielen Dank!

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