Schweizer Regierung unterstützt Wandel in Burma

Es erscheint wie ein Märchen. Und ist doch wahr. Ende 2010 wurde die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi aus 15-jährigem Hausarrest entlassen. Dann zu  den Nachwahlen zum Parlament zugelassen, die sie prompt und aufsehenerregend gewann. Anfang Mai zog sie ins Parlament ein. Nun scheint der Wandel wunderbar schnell zu verlaufen. Der burmesische Frühling beginnt erste zarte Blüten zu tragen. Die Schweizer Regierung unterstützt diesen Wandel.

Suu Kyi nach ihrer Freilassung (c) Htoo Tay Zar (http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Tayzar44)

Aung San Suu Kyi nach ihrer Freilassung am 14. November 2010

Derzeit befindet sich Suu Kyi auf ihrer ersten Auslandsreise seit 24 Jahren. Stürmisch wurde sie in Thailand von Menschenmassen begrüsst – zig Tausende Burmesen flüchteten vor Repression und Armut in den Nachbarstaat.

Schweiz eröffnet Botschaft in Myanmar
Auch wenn sie noch vor zu viel Optimismus gegenüber dem “Wind of Chance” warnt, ist dieser doch spürbar und zeigt auch erste wesentliche Änderungen in der Verhaltensweise der westlichen Staaten gegenüber dem vormals geächteten und ausgegrenzten Regime in Südostasien.

Mehr und mehr Staaten, darunter die Eidgenossenschaft, lockern die Sanktionen gegen das isolierte Land. Nun will die Schweiz als einer der ersten Industrieländer noch diesen Sommer eine diplomatische Vertretung in Burma eröffnen. Doch noch sei eine “gesunde Skepsis” gefragt, sagte die Friedensnobelpreisträgerin auf dem regionalen Weltwirtschaftsforum für Ostasien in Bangkok.

Besuch von Aung San Suu Kyi in der Schweiz
Im Juni reist Suu Kyi dann weiter nach Europa, unter anderem auch in die Schweiz. Die Friedensnobelpreisträgerin wird vom 13. bis 15. Juni 2012 in der Schweiz weilen. In Genf nimmt sie am 14. Juni an einer Tagung der UNO-Arbeitsorganisation ILO teil. Anschliessend kommt sie nach Bern. Anderntags sind Treffen mit Justizministerin Simonetta Sommaruga, Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf sowie Aussenminister Didier Burkhalter geplant. Auch ein Besuch im Parlament am letzten Tag der Sommersession ist vorgesehen.

Um den Wandel hin zur Demokratie zu unterstützen, will die Schweiz auch die Entwicklungszusammenarbeit mit Burma verstärken. Aus dem Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA wird verlautet, dass die zugesprochenen Gelder innert der nächsten vier Jahre auf rund 25 Millionen Franken erhöht werden. Damit sollen Projekte zur Bildung, der Ernährungssicherheit, in der Landwirtschaft und zur Minenräumung finanziert werden.

Schnelle Anerkennung für Schweiz vorteilhaft
Insgesamt führen derzeit gemäss EDA-Angaben erst 24 Staaten eine Botschaft in Burma, etwa die USA, China, Russland, Deutschland, Frankreich, Italien und die ehemalige Kolonialmacht Grossbritannien, die das Land 1948 in die Unabhängigkeit entliess.

Wenn die Schweiz nun schnell zum ersten Kreis der Staaten mit einer eigenen Botschaft dazugehören will, hat das sicher auch wirtschaftliche Interessen. 1950 hatte die Schweiz als einer der ersten westlichen Staaten China anerkannt. Dies hat sich im neuen Reich der Mitte bis heute in den Köpfen gehalten ein Vorteil, der auch schnell wirtschaftlich rentieren kann: Burma verfügt über beachtliche natürliche Ressourcen.

Burma liegt zwischen Thailand, Laos, China, Indien, Bangladesch und dem Golf von Bengalen

Burma liegt zwischen Thailand, Laos, China, Indien, Bangladesch und dem Golf von Bengalen

Nach seiner Unabhängigkeit 1948 war Burma das wohlhabendste Land in Südostasien. In den 1950er Jahren galt es als grösster Reisproduzent und -exporteur der Welt. Zudem bietet das Land  nahezu unentdeckte aber atemberaubende Naturschönheiten und könnte so touristisch ein neuer Hotspot für Reisende werden. Der damit verbundene Betreuungsaufwand für Schweizer Touristen sei dem EDA zufolge ein Argument zur Botschaftseröffnung.

77’000 Kindersoldaten warten auf Freiheit
Es keimt Hoffnung auf für das Volk, das unter der gewalttätigen Militärdiktatur durch Unterdrückung und Entrechtung leidet. Auch für jene Gruppe gefährdeter Minderheiten, die keine eigene Stimme hat: die Kindersoldaten.

Titel der ORA-Publikation zu Kindersoldatinnen in BurmaBis heute ist Burma das Land mit der höchsten Zahl von Kindersoldaten: 77′ooo Buben und Mädchen erleiden unerdenkliches.

Sie müssen Sklavenarbeit verrichten, werden gequält, psychisch gebrochen und ihrer Kindheit beraubt.

Ein Drittel davon sind Mädchen: Sie leiden doppelt, müssen militärisch und sexuell dienen. Ihr Schicksal scheint niemanden zu interessieren. Vor allem werden sie in Gebieten gefangengehalten, auf die der Staat nur bedingt Zugriff hat.

Helfen Sie Burmas Kindern
Sie können das jetzt ändern. ORA International betreibt verschiedene Zentren, wo ehemalige Kindersoldaten Zuflucht finden. Ihre Förderschaft garantiert Unterkunft, medizinische Versorgung, ausreichende Ernährung, sauberes Wasser und Schule.

Sie hilft den stark traumatisierten Kindern überdies durch intensive Betreuung in die Realität zurückzufinden. In einer burmesischen Region, in der sonst kein anderes Hilfswerk tätig ist.

Unterstützen Sie den burmesischen Frühling:

> Übernehmen Sie eine Förderschaft!
> Fordern Sie einen vorbereiteten Einzahlungsschein
unter 031 982 01 02 oder per E-Mail an!
> Spenden Sie direkt und bequem online!
> Spenden Sie  mit dem Vermerk „Burma“ direkt
auf unser Postcheckkonto PC 30-19969-6!

Vielen Dank!

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