Dritter Hilfsgütertransport des Jahres nach Moldawien

Letzte Woche ist der Lastwagen unserer Partnerorganisation “ungerwägs” aus Moldawien zurückgekehrt. Mit diesem dritten Transport des Jahres wurden die Güter und Sachspenden, die viele Spender in das Büro von ORA International Schweiz brachten, ein weiteres Mal sicher in das so arme Land gebracht. Sie lindern einmal mehr grosse Nöte und bereiten ganz sicher vielen Kindern und Familien grosse Freude. Lesen Sie dazu den Bericht.

Nach wie vor ein typisches Strassenbild in Moldawien sind Pferdefuhrwerke als Transportmittel

Nach wie vor ein typisches Strassenbild in Moldawien sind Pferdefuhrwerke als Transportmittel

Schon für den Start wollten sich Probleme auftürmen. Die Zahlen unserer Dokumente stimmten angeblich nicht ganz überein mit den Listen aus Moldawien. Was eigentlich nur ein Schreibfehler war, könnte sich in Wartezeiten von Stunden umwandeln, das wussten wir haargenau. An Auffahrt, dem Tag vor dem Start des Transportes, konnten wir diese Ungereimtheiten zum Glück noch bereinigen.

Die beiden ehrenamtlichen Fahrer Mathias und Johannes vor der Abreise - immer mit einem Lachen auf dem Gesicht

Die beiden ehrenamtlichen Fahrer Mathias und Johannes vor der Abreise – immer mit einem Lachen auf dem Gesicht

Die Reise verlief dann sehr gut. Ohne lange Wartezeiten, ohne Panne, ohne unangenehme Überraschung – einfach wie man es sich wünscht. Die beiden ehrenamtlichen Chauffeure Mathias und Johannes kamen wie geplant am Sonntagabend in Chisinau an. Gleich am nächsten Morgen ging‘s in der Stadt auf den Zoll, um das “Okay” zum Öffnen und zum Ausladen des Lastwagens zu holen.

Nun begann ein neues Kapitel: Es gäbe ein neues Gesetz. Man müsse mit dem Lastwagen zum Zollgelände fahren. Es brauche ein zusätzliches Dokument, weil der Wert des Hilfsgutes zu hoch sei und es müsse alle Ware kontrolliert werden, weil Hilfswerke schon etliche Male Ware ins Land geführt hätten, ohne diese zu deklarieren. Da standen nun die Zwei und hatten nichts anderes zu tun als zu warten und nochmals zu warten. Es wurde Abend und nichts geschah.

Eine gut ausgebaute Strassen in Moldawien sieht so aus. Meist gibt es nur Sandpisten

Eine gut ausgebaute Strassen in Moldawien sieht so aus. Meist gibt es nur Sandpisten

Am nächsten Tag ging’s wieder ans Warten. Zwischendurch gingen die Beiden kurz auf den Markt um wenigstens etwas Abwechslung zu haben. Und dann — endlich —, kam das “Okay”. Schnell fuhren Mathias und Johannes zum Lager von ORA Moldova und luden das Material aus. Alle schnauften auf — es ging gut über die Bühne.

Auch beim Zurückfahren hiess es wieder Warten am Zoll - links der Berner Transporter

Auch beim Zurückfahren hiess es wieder Warten am Zoll – links der Berner Transporter

Doch für die Fahrer war die Zeit rum. Sie mussten schon wieder die Heimreise antreten. Man weiss nie: Es könnte dauern; es kann Stau geben; es kann Stunden am Zoll brauchen – und die beiden Fahrer wollten vor Pfingsten zu Hause sein und nicht die Festtage irgendwo auf einer Autobahnraststätte in Ungarn oder Österreich verbringen.

Die Rückreise ging wieder sehr gut und ohne Hindernisse. Wir sind so dankbar für die beiden Chauffeure, die immer noch lachten, als sie hier ankamen. Es ist ja schon ein kleiner Frust zu verdauen, wenn man so weit fährt, wenn man gerne etwas Ware in ein Dorf bringen möchte, wenn man etwas in Kontakt kommen möchte mit den so freundlichen Moldawiern und wenn man die Zeit dann einfach mit Warten verbringen muss und das war‘s. Das wichtigste aber: Die Ware ist gut angekommen und beide Chauffeure kehrten wohlbehalten zurück.

Die Kosten eines jeden Transports betragen für Unterhalt der Fahrzeuge, Gebühren, Treibstoff, Maut, Lagerkosten, Formalitäten und dergl. jeweils rund 6’000 Franken. Unterstützen Sie unsere Hilfstransporte mit einer Spende:

> Fordern Sie per E-Mail einen Einzahlungsschein an!
> Spenden Sie bitte mit dem Vermerk
„Hilfsgüter-Transport Moldawien“
auf unser Postcheckkonto PC 30-19969-6!
> Sich können auch online spenden!

Vielen Dank!


Für den Bericht danken wir Margret Stoll von unserem Partnerverein “ungerwägs”.

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