Moldawienreise 2012: Hunderte glückliche Kindergesichter

Dankes-Collage zur Päckliverteilung 2012

Die Moldawien-Reisenden 2012 sind wohlbehalten zurück. Sie haben
viel erlebt und könnten stundenlang erzählen. Begonnen hat es schon
am ersten Tag, als die beiden Lastwagenchauffeure per SMS meldeten,
sie hätten jetzt gerade einen richtigen Schneesturm in Linz überstanden.
Es sollte nicht der letzte sein auf dieser Reise.

Immer wieder hatten sie mit Schneefall zu kämpfen und für die letzte Teilstrecke in Moldawien mussten sie sogar die Schneeketten montieren. Dafür verlief sonst die Reise ganz gut. Nebst einigen üblichen Wartezeiten an den verschiedenen Grenzen kam der LKW zum erwarteten Zeitpunkt in Chisinau an.

Eine mitgereiste freiwillige Helferin hilft beim Entladen

Freiwillige beim Entladen

Auch die Flugreisenden mussten wegen verspätetem Start in Zürich bereits in München umbuchen.

Sie atmeten auf, als ein Weiterflug über Timisuara (Rumänien) gefunden wurde.

So kamen sie doch noch am selben Tag in Chisinau an. Die Zollabfertigung in Chisinau verlief dagegen ohne Probleme.

Und so konnten die fleissigen Helfer schon am frühen Nachmittag des Montags den LKW ausladen.

Päckli, die riesen Freude bereiten
Am nächsten Tag konnten sie dann endlich Weihnachtspäckli verteilen. Niemand wird die Kindergesichter vergessen. Für viele war es das erste Mal in ihrem Leben, dass sie ein Geschenk erhielten.

Strahlende Kinderaugen - sie haben sich so gefreut!

Strahlende Kinderaugen - sie haben sich so gefreut!

Allerdings wurde dann auf jedes Paket der Name geschrieben und nun mussten die Kinder zuerst schlafen gehen und erst danach konnten sie auspacken. Im selben Zimmer, in dem der Kindergarten ist, sind auch die kleinen Betten, in denen zu zweit, Füsse gegen Füsse, geschlafen wird.

Zwei Kinder pro Bettchen: Aber immerhin haben sie überhaupt eines

Zwei Kinder pro Bettchen: Aber immerhin haben sie überhaupt eines

Mädchen mit neuen Stiefeln

Mädchen mit neuen Stiefeln

In der neu eröffneten Kindertagesstätte in Chiperceni wurden dann Stiefel probiert und angepasst. Alle freuten sich über die neuen, meist gefütterten Gummistiefel und deren Inhalt (Socken, Mütze, Halstuch oder Handschuhe).

Es gibt nichts Besseres für die Strassenverhältnisse der Dörfer Moldawiens. Jede Menge Stiefel würden in diesem Land gebraucht. Wie die Kinder haben auch die Mehrheit der Erwachsenen den Winter über kalte Füsse. Auch sie könnten Stiefel gebrauchen.

Zu siebt in einem Raum

Moldawisches Wohnhaus, die meisten sind absolut marode

Moldawisches Wohnhaus, die meisten sind absolut marode

Die Moldawien-Reisenden besuchten aber auch etliche Familien zu Hause. Immer wieder gab es dieselben Geschichten zu hören: Der Vater arbeitslos oder im Ausland.

Die Mutter versucht bestmöglich für die Familie zu sorgen, aber es fehlt an allen Ecken. Kein Geld für Strom, es gibt weder Holz noch Kohle für die Heizung, der Wohnraum ist sehr knapp. Es ist normal, dass sieben Personen in einem kleinen, engen Raum essen, wohnen und schlafen.

Zu Besuch bei einer Familie - sie wohnen nur zu fünft im einzig geheizten Raum

Zu Besuch bei einer Familie - sie wohnen zu fünft im einzig geheizten Raum

Eine Bewohnerin des Altenheims

Eine Bewohnerin des Altenheims

Sicher wird auch niemand den Besuch im Altenheim vergessen. Es wird kaum geheizt, weil es zu viel kosten würde. Die Männer und Frauen verbringen ihren letzten Lebensabschnitt in Umständen, als hätten sie gar kein Recht mehr auf ein menschenwürdiges Leben.

Neue Lagerhalle nimmt Gestalt an
Die Zeit reichte auch den Ort, an welchem die neue Lagerhalle gebaut wird, zu besuchen. Bis jetzt wird das Hilfsgut immer noch in der Stadt, in einem dafür gemieteten Raum deponiert. Dieser Raum ist sehr baufällig, es hat Ratten darin, kurz, er ist total ungeeignet, kostet aber monatlich tausend Dollar Mietzins.

Zwei Aussenmauern der neuen Lagerhalle stehen immerhin schon

Zwei Aussenmauern der neuen Lagerhalle stehen immerhin schon

Diesen Mietzins kann man sich sparen sobald die neue Lagerhalle bezugsbereit ist. Immer, wenn wieder etwas Geld vorhanden ist, wird weitergebaut. Wir hoffen und glauben, dass die Halle noch in diesem Jahr fertig wird und freuen uns schon riesig darauf. Sie ist gut gelegen am Stadtrand.

Auf demselben Grundstück hat es drei neu gegrabene Brunnen mit genügend Wasser und zwei Gewächshäusern für Gurken, Tomaten und Peperoni.

Noch fehlen 20‘000 Franken für die Fertigstellung der Halle – vor allem für Dach, Tore, Fenster und Boden.

Treffen mit Patenkind
Eine grosse Freude war der Besuch in einer Familie in Trebujeni. Ein langjähriger Pate konnte sein Patenkind persönlich treffen. Beide haben sich wie alte Freunde begrüsst und zusammen geplaudert. Sie genossen sichtlich das Treffen und konnten kaum aufhören mit Fragen stellen und erzählen.

Pate Siegfried Böhm trifft zum ersten Mal sein Patenkind und dessen Familie

Pate Siegfried Böhm trifft zum ersten Mal sein Patenkind und dessen Familie

Die Reisegruppe kehrte nach fünf ausgefüllten Tagen zufrieden und erfüllt mit vielen Eindrücken wieder zurück in die Schweiz. Es war einmal mehr eine unvergessliche Reise für alle.

Die Reisegruppe von links nach rechts: Anita Scheidegger, Christin Jacob, Margrit Marending, Jaquelin Loriol, Angela (ORA MD), Margret Stoll ("ungerwägs") und Siegfried Böhm

Die Reisegruppe von links nach rechts: Anita Scheidegger, Christin Jacob, Margrit Marending, Jaquelin Loriol, Angela (ORA Moldawien), Margret Stoll ("ungerwägs") und Siegfried Böhm

In die Zukunft des Landes investieren
Die Kinder Moldawiens sind die grösste Hoffnung des armen Landes. Seine Zu­kunft, die jeden Dorfes und jeder Familie. Aber sie brauchen Unterstützung und Förderung, um ihre Chance nutzen zu können. Deshalb sind wir in Moldawien im Einsatz – Bildung, Schule: Zukunft steht im Zentrum unserer Projekte.

Investieren Sie in die Zukunft Moldawiens - übernehmen Sie eine Patenschaft

Investieren Sie in die Zukunft Moldawiens - übernehmen Sie eine Patenschaft!

Jede Patenschaft trägt ein Kind, seine Familie und das Bildungsprojekt, in welches es eingebunden ist. Jede Spende stellt den Unterhalt unserer Kindertagesstätten sicher. 25 Franken kostet das Essen monatlich, 50 Franken das Gehalt eines Betreuers. Sie ge­ben den Kindern ein liebevolles Daheim, spielen mit ihnen, helfen bei den Hausaufgaben und motivieren sie.

> Werden Sie Göti oder Gote!
>
Spenden Sie bitte mit dem Vermerk „Moldawien“
auf unser Postcheckkonto PC 30-19969-6
!
> Sich können auch online spenden!

Vielen Dank!

Für ihre Eindrücke und die Bilder danken wir Margret Stoll
von unserem Partnerverein “ungerwägs”.

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Eine Antwort zu Moldawienreise 2012: Hunderte glückliche Kindergesichter

  1. Hans-Ruedi schreibt:

    Hallo Patenherz! Merci für die schöne Story und die tollen Bilder. Liebi Grüess, Hans-Ruedi

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