Unzählige Hände machten Päckli-Aktion 2011 zu riesen Erfolg

Armen Kindern in Moldawien eine Freude bereiten. Ihnen die Zuversicht schenken, dass sie nicht alleine sind. Dass jemand an sie denkt. Kurz: Licht und Wärme ins ärmste Land Europas bringen. Einige von vielen Beweggründen, um bei der ORA-Aktion “Freude schenken!” mitzumachen.

Unglaublich viele folgten dem Aufruf, ein Päckchen für ein bedürftiges Kind zu schnüren: Gesamthaft 879 Pakete wurden es, das sind rund 350 mehr, als im Jahr davor! Welch ein Geschenk im wahrsten Wortsinn. Wir danken allen, die sich die Mühen und Kosten machten, diesen Erfolg zu bewerkstelligen. Und wollen hier ein paar Geschichten erzählen.

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Sonne, Wärme, Freude
Nach Moldawien spenden – schon eine Tradition an der Primarschule Buchsee-Köniz. Seit Jahren wird in der Schule der Tag des Kindes im November mit einem “Sammel-Zmorge” gefeiert. Elternbeirätin Susanne Hosang erzählt, wie dieser funktioniert: “Die Schulkinder und ihre Familien werden vorgängig eingeladen, ausgediente Spielsachen, Hygieneartikel und auch Süssigkeiten zusammenzusuchen und ein Weihnachtspäckli zu machen.”

Zur besseren Information wendete sich der Elternbeirat an uns: “Dieses Jahr kam sogar jemand von ORA zu uns in die Schule und erzählte von der Reise der Päckli nach Moldawien. Es berührte die Kinder, die Lehrkräfte und uns Eltern alle tief, welch’ unvorstellbares Elend sogar hier in Europa herrschen kann.”

Am ersten Schultag nach dem Tag des Kindes bringen die Eltern-Delegierten dann ein oft “selbstgebackenes Znüni in ‘ihre’ Klasse und diskutieren über Weihnachten in der Schweiz und Weihnachten an anderen Orten in der Welt. Wir haben kein fixes Konzept. Jede und jeder macht es nach eigenem Gutdünken und eigenen Fähigkeiten. Authentisch. Wir sind Eltern und keine geschulten Pädagogen.”

Jede Familie empfinde dieses Päcklipacken für ein Kind in Moldawien als Bereicherung. Einige Kinder freuen sich darüber, dass der einst so geliebte Plüschhund jetzt noch einmal ein anderes Kinderherz tröstet: “Die Kinder bringen diese stolz in die Schule, der Elternrat sammelt sie ein und bringt sie selber direkt nach Oberwangen. Vielleicht sind deshalb dieses Jahr mehr als doppelt so viele Päckli gesammelt worden?”

Nicht nur über das Gute reden sondern auch tun
Michael Brauchart vom katholischen Pfarramt Oberwil bei Zug, veranstaltete mit in seiner Gemeinde im Rahmen der “offnen Chile” einen Bastelvormittag. Das Bastelmaterial stellte die Gemeinde zur Verfügung, gefüllt wurden die Päckchen anschliessend daheim.

Die Aktion fand gute Annahme, der Gemeindeleiter der Pfarrei “Bruder Klaus” berichtet: “Wir haben die Aktion unterstützt, weil die Diakonie zu den Kernaufgaben unseres Christ-Seins gehört und weil wir nicht nur über das Gute reden wollen, sondern das Gute auch Tun wollen. Andere Menschen in der Pfarrei dafür zu gewinnen – vor allem auch Familien mit Kindern – ist eine schöne Aufgabe.”

Hunderte von Päckchen
Die Aktion “Freude schenken!” wird initiiert von ORA International und dem Verein “ungerwägs” mit Unterstützung der Kirchgemeinde Köniz (Kirchenkreis Oberwangen). So war es möglich die Pakete persönlich oder per Post im ORA-Büro, aber auch im Secondhand-Laden “Oase“, beides in Oberwangen, anzunehmen. Und am Schluss gab es zwei grosse Sammelnachmittage – im Kirchlichen Zentrum Niederwangen und im Kirchgemeindehaus Oberwangen.

An allen Sammelstellen herrschte Hochbetrieb. Päckchen um Päckchen stapelte sich. Immer wieder musste im Büro und in der “Oase” Platz für die nachfolgenden Päckli geschaffen werden. Aber es war ohnehin notwendig jedes Geschenk mehrfach in die Hand zu nehmen.

Denn es galt jedes einzelne wegen den Zollformalitäten zu vermerken, die Absender zu erfassen und sodann unkenntlich zu machen. Wir wollen nicht, dass Adressen in die falschen Hände geraten und behandeln diese absolut vertraulich.

Zuletzt wurden die Päckchen möglichst effektiv in Rollcontainer geladen: Sie sollten nicht herum fallen und beschädigt und gleichzeitig jeder Quadratzentimeter Platz gespart werden. Die Rollies fanden schlussendlich Platz im Lastwagen und in seinem Anhänger.

Leuchten und Glänzen in den Augen der Kinder

Es war schön, den vielen Menschen zu begegnen, die hinter der Aktion stehen. Etliche zeigen die Bilder. Stellvertretend für die vielen ungenannten soll hier Natalie Tschan aus Niederwangen zu Wort kommen. Sie besuchte mit ihren beiden Kindern den Sammelnachmittag in ihrer Gemeinde. Als Beweggrund zum Mitmachen nennt sie: “Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht aus Moldawien gesehen…diese Armut und die traurigen Kinderaugen! Das muss nicht sein. Als Mutter macht man sich darüber Gedanken.”

So hat sie sich mit ihren beiden Kindern dieses Jahr dazu entschlossen “unsere Päckli nach Moldawien zu geben. Es gibt nichts Schöneres als an Weihnachten glückliche und zufriedene Kinder zu sehen. Mögen Sie sich noch an ihre Kinder erinnern? Das Leuchten und Glänzen in den Augen der Kinder! Wir alle sind es gewohnt solche schönen Momente erleben zu dürfen. Viele Menschen auf dieser Erde haben dieses Privileg nicht…”

Mittlerweile sind die 879 Pakete mitsamt anderen Hilfsgütern und freiwilligen Helfern in Moldawien eingetroffen. Die Kosten eines jeden Transports betragen für Unterhalt der Fahrzeuge, Gebühren, Treibstoff, Maut, Lagerkosten, Formalitäten und dergl. jeweils rund 6’000 Franken. Unterstützen Sie unsere Hilfstransporte mit einer Spende:

> Spenden Sie bitte mit dem Vermerk
„Hilfsgüter-Transport Moldawien“
auf unser Postcheckkonto PC 30-19969-6!
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Vielen Dank!

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